Sex ist nicht gleich Sex – Das 1×1 der Sexarten

Dank der Verbreitung internetfähiger Mobiltelefone und der damit praktisch ständigen Verfügbarkeit pornographischer Inhalte im Internet wissen bereits sehr junge Menschen, die noch nie Sex hatten, daß Sex ist nicht gleich Sex ist, sondern daß es zahlreiche verschiedene Spielarten gibt. Allerdings kennen sie diese Spielarten wie bereits erwähnt nur vom Bildschirm und damit theoretisch. Und nicht wenige, vor allem männliche Jugendliche setzen sich damit unter Druck, denn einerseits kennen sie die Feinheiten noch nicht, stellen sich andererseits nicht selten vor, alles sofort durchexerzieren zu müssen. Dabei wollen viele junge Frauen, die ebenfalls ihre ersten Erfahrungen machen wollen, gar nicht alles ausprobieren, sondern sich langsam herantasten. Und an spezielle Praktiken denken sie dabei noch nicht einmal. Wir klären im 1×1 der Sexarten auf.

1. Das erste Mal

Wie der Name schon sagt, ist das erste Mal der Sex, mit dem die Menschen als erstes in Berührung kommen, ganz gleich in welchem Alter das erste Mal stattfindet. Es ist eben das erste Mal. Und ganz gleich, in welchem Alter das erste Mal stattfindet, es läuft in der Regel immer ähnlich ab. Beide Partner sind aufgeregt, die Schmetterlinge, die im Bauch der Verliebten herumwirbeln, werden zu ganzen Schwärmen, der ganze Körper kribbelt vor Aufregung. Endlich darf man den Körper des anderen mit allen Sinnen genießen und den geliebten Partner befriedigen. Das erste Mal wird allerdings bei Menschen mit wenig ausgeprägtem Selbstbewußtsein auch von Unsicherheit und der Angst bestimmt, alles richtig zu machen. Doch macht euch keine Gedanken. Beide Partner sammeln erste Erfahrungen, da fällt ein kleiner Fauxpas nicht ins Gewicht.

2. Kuschelsex

Alles ist neu und aufregend. In der Zeit nach dem ersten Mal ist langsame Entdeckung angesagt, junge Paare mit wenigen Erfahrungen genießen zumeist eher den Kuschelsex, während dem sie sich ganz nah sein und ihre Körper und ihre Wünsche ganz genau erkunden können. Es ist noch nicht der Zeitpunkt für Akrobatik bei den Stellungswechseln. Doch Kuschelsex ist nicht nur für die ersten Male. Auch Menschen, deren erstes Mal weit zurückliegt und Paare, die bereits jahrelang zusammen sind, genießen diese innige Spielart. Etwa an einem Sonntagnachmittag auf der Couch bei regnerischem Herbst- oder kaltem Winterwetter, der Italiener hat eben das Essen vorbeigebracht und die heiße Schokolade steht auf dem Tisch. Was kann es da schöneres geben als innigen Kuschelsex?

3. Sex nach dem Aufwachen

Sex nach dem Aufwachen mag vielleicht unspektakulär klingen. Ist es aber nicht, wie jeder weiß, der mit einem Morgenmuffel zusammen ist. Denn wer den Sex nach dem Aufwachen selten genießt, weiß seine Qualitäten zu schätzen. Es ist ein sehr schönes und inniges Gefühl, wenn sich ein Arm im Halbschlaf um den Körper schlingt und man an einen anderen Körper herangezogen wird. Wird der Sex nach dem Aufwachen in der Arbeitswoche vollzogen, ist er ein idealer Start in den Tag, denn die Hormone fließen und danach startet man mit einem wohligen Glücksgefühl und einem Lächeln in den Tag. Am Wochenende kann er gern ausgedehnt und von einem opulenten Frühstück gekrönt werden, wobei man das Essen gern mit in die Spiele einbinden kann. Oder man schläft nach dem Sex noch einmal mit einem wohligen Gefühl ein.

4. Quickie

Ein Quickie ist eine Spielart des Sex, die vor allem von Paaren bevorzugt wird, welche bereits seit einiger Zeit zusammen sind und sich und ihre Körper so gut kennen, daß sie wissen, wie sie sich sehr schnell anheizen können. Denn beim Quickie handelt es sich um eine schnelle Nummer zwischendurch. Ein ausgedehntes Vorspiel ist daher ungeeignet für einen Quickie. So reicht oftmals ein Blick, eine Umarmung und ein inniger Kuß und beide Partner sind so angeheizt, daß vor dem Ausgehen einfach kurz das Kleid ein wenig hoch- und der Slip zur Seite geschoben werden und eine schnelle Nummer zwischendurch eingelegt werden kann. Ein weiterer Vorteil: dank der nun erhitzten roten Wangen kann sie sich nun einiges an Schminke sparen. Nicht selten wird der Quickie auch schnell in der Öffentlichkeit vollzogen, etwa im Auto. Der Reiz des erwischt Werdens gibt dabei den besonderen Kick. Allerdings sollte darauf geachtet werden, daß man nicht wirklich erwischt wird, denn das kann teuer werden. Vor allem wenn man gleich von der Polizei beobachtet wird.

5. Alkohol und Sex

Achtung! Nur für Erwachsene! Viele werden es kennen. Ein ausgelassener Abend in der Bar oder im Club, ein paar Drinks in geselliger Runde und dann ab nach Hause ins Bett, wo man die Wirkung des Alkohols noch einmal richtig bemerkt. Beide Partner haben mit jedem Schluck ein Stück mehr ihrer Hemmungen verloren und sind offener für neue Experimente. Der Sex wird wilder und plötzlich bleiben die lästigen Gedanken etwa zur Cellulite aus. Allerdings sollte mit Alkohol vorsichtig umgegangen werden, gerade beim Sex. Es reicht nur ein Schluck zu viel und der Ofen im Bett bleibt aus. Zudem muß mit Alkohol die eventuelle Einnahme vom Viagra, Lovegra und Co. anders getimt werden, da Alkohol den Eintritt der Wirkung verzögert.

6. One Night Stand

Der One Night Stand hängt zumeist eng mit Alkohol zusammen, daher gelten hier dieselben Regeln, auch was Viagra und Co. angeht. Der Unterschied bei einem One Night Stand ist, daß sich zwei Fremde oder Bekannte, die keine Partner sind, zu einem Stelldichein zusammenfinden und sich danach oder am nächsten Morgen wieder trennen. Und was kann als Single aufregender sein? Jemanden im Club ansprechen, nach einiger Zeit signalisiert das Gegenüber klare sexuelle Signale und ab geht es zwischen die Laken. Allerdings sollten hierbei einige Regeln beachtet werden. Grundlegende Regeln: Immer nur mit Kondom zum Schutz vor eventuellen Krankheiten. Und aufpassen, daß die Zuneigung nicht zu groß wird oder man sich einen Stalker anlacht.

7. Dreier und Swinger

Manchmal ist man unersättlich und will mehr als die zwei Hände des Partners spüren, die einen verwöhnen. Dann holt man sich eine dritte Person heran. Dies ist je nach Geschmack ein Mann oder eine Frau. Diese Spielart ist nur für gefestigte Paare geeignet, die bereits seit einiger Zeit zusammen sind und sich sehr vertrauen. Denn es kommt nicht selten vor, daß beim Dreier oder danach die Eifersucht hochkommt, weil ein Partner den Eindruck hat, daß sich der andere zu sehr dem oder der Dritten gewidmet hat. Extremformen hierbei sind Gruppensex und Partys in Swingerclubs, in denen sich mehrere Menschen zum Sex treffen. Hierbei wird nicht selten mit Viagra, Lovegra und Co. gedopt, um gleich mehrere Runden durchzuhalten.

8. SM-Sex

Wer beim Begriff „SM“ nun an dunkle Folterkeller, Lederpeitschen, schwarze Masken und schmerzhafte Striemen denkt, hat sicher recht, kennt allerdings nur einen Teil der Spielart, wenn auch den bekanntesten und den für viele Menschen schmuddeligsten Aspekt. Mit dem Roman „Fifty Shades of Grey“ wurde SM allerdings aus der Schmuddelecke herausgeholt und salonfähig gemacht, so daß sich derzeit viele Paare dafür interessieren und einiges ausprobieren wollen. Und es werden nach und nach auch die anderen, softeren Spielarten des SM bekannt, die auch für Paare geeignet sind, die sich von der eingangs erwähnten Vision abgestoßen fühlen. SM muß nicht immer mit Schmerzen zusammenhängen. So kann etwa mit Rollenspielen die Lust mit der Hierarchie genossen werden, ohne daß jemand Schmerzen erleiden muß. Auch spezielle Fesseltechniken wie Bondage können die Lust beider Partner steigern, ohne daß gleich die Leder- oder Latexmaske übergestreift werden muß.