Die Frauen und der Penis

Junge, unerfahrene oder nur wenig erfahrene Männer treiben vor allem zwei Fragen um: wie kann ich eine Frau dazu bringen, mit mir uns Bett zu gehen? Und: Ist mein Penis große genug, um ihr Befriedigung zu verschaffen. Vor allem bei der zweiten Frage sind junge Männer sehr unsicher. Sie schielen beim Duschen nach dem Sport auf die Geschlechtsteiler anderer Männer, um sich einen Vergleich zu verschaffen. Und Schwanzvergleiche sind nicht selten. Zudem suchen sie nach Möglichkeiten, ihren Penis zu verlängern, wobei diese Möglichkeiten mehr schlecht als recht funktionieren. Dabei haben es die jungen Männer oftmals gar nicht nötig, ihren Penis zu verlängern. Denn Frauen legen auf andere Dinge wert als auf die Länge seines besten Stücks.

Den Schwanzvergleich besser vermeiden

Junge Männer sollten den Schwanzvergleich tunlichst vermeiden, da sie von falschen Prämissen ausgehen und nicht wissen, daß es unterschiedliche Arten von Penissen gibt, die jeweils ihre Vorteile haben. Beim Vergleich der Penisse droht ein Schaden am Selbstbewußtsein, der nicht nötig ist. Denn es geht beim Sex nicht darum, welche Länge der Penis im erschlafften zustand hat, sondern im erigierten. Hier greift die Unterscheidung der Penisse in „Fleischpenis“ und „Blutpenis“.

Von Blut- und Fleischpenissen

Wer einen Fleischpenis hat, glänzt im Sportstudio unter der Dusche, da er im erschlafften Zustand beinahe die Länge hat, die er auch im erigierten Zustand aufweist. Ein Blutpenis hingegen ist im erschlafften Zustand kleiner als ein Fleischpenis. Wird bei einem Blutpenis eine Erektion aufgebaut, wird Blut in die Schwellkörper gepumpt, dabei wird der Penis im Vergleich zum erschlafften Zustand bei einer Erektion bedeutend größer, wobei Blutpenisse im erigierten Zustand ebenso so lang sind sie Fleischpenisse oder die Länge sogar übertreffen können. Ein weiterer Vorteil ist, daß erigierte Blutpenisse in der Regel härter sind als erigierte Fleischpenisse.

Die Länge ist weniger wichtig

Auch wenn es viele junge Männer nun irritieren, aber wahrscheinlich auch erfreuen wird: Den meisten Frauen ist es vollkommen gleichgültig, wie groß der Penis ist. Gut, nicht vollkommen gleichgültig, eine gewisse Mindestgröße sollte der Penis schon aufweisen. Der Grund ist, daß es bei der Vagina keine Standardgröße gibt und sie dehnbar ist. Das Kamasutra unterscheidet bei der Scheidentiefe in drei Kategorien: Gazelle, Stute und Elefantenkuh. Dies klingt nun gewaltig, ist es aber nicht. Im Durchschnitt sind die Vaginen der Frauen 8 bis 12 cm lang. Je nach Größe der Vagina wird der Sex mit einer Penislänge ab 10 cm schon lustvoll.

Zu lange Penisse sind schmerzhaft beim Sex

Hinzu kommt, daß der sensible G-Punkt, der beim Sex stimuliert werden sollte, damit bei ihr ein Orgasmus ausgelöst wird, nur wenige Zentimeter hinter dem Eingang der Vagina liegt. Da die Vagina dehnbar ist, kann sie auch längere Penisse aufnehmen. Doch die Dehnbarkeit hat irgendwann auch ihr Ende, zu große Penisse können nicht mehr aufgenommen werden, sonst drohen Schmerzen. Junge Männer sollten sich also keine Gedanken um die Länge ihres Penis machen.

Der Umfang ist wichtiger als die Länge

Über den Umfang ihres besten Stückes sollten sie dennoch nachdenken. Denn wie Umfragen belegen, legen Frauen wie gesagt kaum Wert auf die Länge des Penis, auf den Umfang hingegen legen sie vergleichsweise viel Wert. Am Umfang können sie allerdings ebenfalls nicht allzu viel ändern. Einige Präparate versprechen härtere Erektionen und umfangreichere Penisse, doch in der Regel sind diese Präparate wirkungslos.

Kurzzeitig die Dicke verbessern

Einzig mit einer Penispumpe können einige Millimeter herausgeholt werden. Der Penis wird in diese Pumpe eingeführt, die Luft wird herausgepumpt, so daß ein Unterdruck entsteht. Die Folge ist, daß sich der Penis etwas ausdehnt und die Durchblutung verbessert wird, in den Schwellkörpern sammelt sich das Blut. Der Effekt des dickeren Penis ist allerdings nicht dauerhaft und hält nur kurze Zeit an. Nach wenigen Minuten kehrt der Penis in seinen vorherigen Zustand zurück. Auch in Untersuchungen, in denen die Penispumpe über längere Zeit und regelmäßig verwendet wurde, konnte kein dauerhafter Effekt nachgewiesen werden.

Die Härte ist ebenfalls wichtig

Für Frauen ist allerdings nicht nur der Umfang des Penis wichtiger als die Länge, sondern natürlich auch die Härte und Standfestigkeit. Dies sollten sich alle jungen Männer bewußt machen, die beim Schwanzvergleich unter der Dusche mit den erschlafften Penissen den Kürzeren ziehen, da Blutpenisse, wie bereits erwähnt, härter sind als Fleischpenisse. Doch wie kann man die Härte verbessern? Ganz einfach durch Sex oder Selbstbefriedigung. Auch hier kann eine Pumpe für den Penis helfen, da hiermit die Durchblutung verbessert wird.

Hilfe, wenn der Penis nicht mehr richtig hart wird

Manchmal allerdings hilft alles nichts, der Penis wird nicht richtig hart. Dies kann mehrere Gründe haben. Manchmal ist es nur Streß am Arbeitsplatz oder in der Beziehung. Dieser Streß muß gelöst werden, dann klappt es im Bett wieder richtig. Doch es können auch körperliche oder seelische Faktoren vorliegen, die eine richtig harte Erektion verhindern. In diesem Fall wird von einer erektilen Dysfunktion gesprochen, umgangssprachlich von einer Impotenz. Dieser Fall ist keine Seltenheit, kann heute allerdings hervorragend und nachhaltig behoben werden.

Die Ursachen vom Arzt beheben lassen

Zunächst sollten die Ursachen erkannt und behoben werden. Diese können sehr weitreichend sein und von körperlichen Erkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu seelischen Faktoren wie eine Depression oder Erfahrungen des Mißbrauchs reichen. Diese Faktoren sollten zuerst behandelt und behoben werden. Hierfür sollte ein Arzt konsultiert werden. Und Männer sollten keine Angst haben, sich bei einer erektilen Dysfunktion zu öffnen. Diese ist schon lange kein Tabuthema mehr. Zudem unterliegt der Arzt der Schweigepflicht, es wird also niemand davon erfahren.

Geeignete Mittel gegen die Potenzstörung

Der Arzt kann auch über geeignete Mittel beraten, welche gegen die erektile Dysfunktion helfen. Es gibt heute mehr als Viagra, der kleine, blaue, rautenförmige Klassiker von Pfizer. Betroffene Männer können zudem zu Levitra greifen, einem Potenzmittel, das innerhalb weniger Minuten für eine harte Erektion sorgt, sowie zu Cialis, dessen Wirkstoff dem Körper deutlich länger zur Verfügung steht und das in einer geeigneten Dosierung dauerhaft eingenommen werden kann, so daß spontaner Sex wieder möglich ist.

Die Partnerin einweihen

Idealerweise wird zudem die Partnerin eingeweiht, auch wenn es schwer fällt. Betroffene sollten jedoch über ihren Schatten springen. Sie wird ihren Partner wegen einer erektilen Dysfunktion ganz sicher nicht verurteilen, im Gegenteil. Sie wird sich eher geehrt fühlen, weil er so viel Vertrauen zu ihr hat und sie um Hilfe bittet. Zudem kann sie mit einer ganz eigenen Sicht auf die Dinge neue Ideen einbringen, wie die erektile Dysfunktion gelöst werden kann. Zudem wird sie sich freuen, ihm wieder zu einer harten Erektion verholfen zu haben.

Nicht heimlich Potenzmittel kaufen

Auch wenn es zunächst als gute Idee erscheint, die erektile Dysfunktion zu verschweigen und heimlich Viagra, Cialis oder Levitra zu kaufen, ist es keine gute Idee. Denn die Partnerin hat sich nach einiger Zeit ohne Sex oftmals in ihr Schicksal gefügt und sich in einem Leben ohne Geschlechtsverkehr eingerichtet. Zeigt er nun wieder die Potenz eines jungen Mannes, wird sie kaum die Härte seiner Erektion genießen können, sondern mißtrauisch werden, weil sie ja die wahren Ursachen nicht kennt, und schlimmstenfalls vermuten, daß eine andere Frau im Spiel ist, die ihm neue Erregung verschafft. Dies könnte die Beziehung gefährden. Die Partnerin sollte also in jedem Falle eingeweiht werden. Dann kann sie den Sex und die Härte seines besten Stückes auch endlich wieder genießen.