Sex als Medizin nutzen

Sex ist bekanntlich die schönste Nebensache der Welt und für viele Menschen die Beschäftigung, der sie am Liebsten und mit viel Leidenschaft nachgehen. Kein Wunder, daß es da so viele Sexpraktiken gibt, welche von den Menschen entwickelt wurden und die sich von sanft bis hart bewegen. Doch ganz gleich welcher Praktik man den Vorzug gibt, Sex hebt das Wohlgefühl, da beim Orgasmus auch Glückshormone ausgeschüttet werden. Der Geschlechtsverkehr steigert also allgemein die Lebensqualität. Aber Sex kann noch viel mehr. Wer krank ist oder gar nicht erst krank werden will, sollte häufiger Sex haben, denn Geschlechtsverkehr ist auch eine sehr wirkungsvolle Medizin. Und dabei sicherlich noch die schönste Medizin.

Sex – eine überaus angenehme Medizin

„Medizin hilft nur, wenn sie nicht schmeckt“ oder „Medizin, die schmeckt, hilft nicht“. Solche oder ähnliche Sprüche hat wohl jeder in seiner Kindheit gehört, wenn er oder sie sich mal wieder gegen den täglichen Löffel Rizinusöl oder gegen den über schmeckenden Hustensaft gesträubt haben. Doch stimmt das? Wir sagen Nein! Wir kennen eine Medizin, die überaus angenehm ist und die effektiv hilft, nicht krank zu werden oder, wenn man doch schon krank ist, ein hervorragendes Mittel ist, schnell wieder zu genesen – Sex. Auch wenn einem in einer Krankheitsphase nicht unbedingt nach Spielchen zwischen den Laken ist, es hilft und hebt das allgemeine Wohlbefinden.

Austausch von Körperflüssigkeiten und Bakterien trainieren das Immunsystem

Bereits Küssen stärkt das Immunsystem und die körpereigenen Abwehrkräfte, Sex noch mehr. Wobei die Wissenschaftler noch nicht alle Gründe dafür herausgefunden haben. Eine Theorie ist, daß der Austausch von fremden Körperflüssigkeiten sowie Bakterien das Abwehrsystem des Körpers trainiert. Vor allem im Herbst und Winter sollte daher mehr zwischen die Laken geschlüpft werden. Eine andere Theorie besagt, daß die Hormone, die beim Sex und vor allem beim Orgasmus ausgeschüttet werden, stressauslösende Hormone neutralisieren. Diese stressauslösenden Hormone schwächen die körpereigenen Abwehrkräfte, so daß wir anfälliger sind für Krankheiten.

Höhere Konzentration weißer Blutkörperchen und von Antikörpern

Wie bereits erwähnt, sind die Forscher noch nicht ganz bis zum Grund der Theorien vorgedrungen und streiten noch, welche denn nun zutrifft. Wir vermuten, daß es eine Mischung aus beiden Theorien ist. Das Resultat ist jedenfalls, daß sich nach dem Sex in Studien mehr weiße Blutkörperchen im Blut befinden sowie die Konzentration der Antikörper zunimmt. Vor allem beim Orgasmus werden die Abwehrzellen gestärkt. Doch Sex kann noch sehr viel mehr für die Gesundheit tun als nur vor saisonbedingten Erkältungskrankheiten zu schützen beziehungsweise zu helfen, diese zu behandeln. Sex schützt auch vor Erkrankungen, die symptomatisch für die westlichen Industrienationen sind, vor sogenannten Zivilisationskrankheiten.

Guter und erholsamer Schlaf nach einem Orgasmus

Auch guter und ausreichender Schlaf sorgt dafür, daß das Immunsystem fit bleibt. Gut, daß Sex und der Orgasmus so schläfrig machen. Das Kuschelhormon Oxytocin sorgt auch dafür, daß wir uns wohlig in die Laken kuscheln und gemütlich einschlafen, wobei der Schlaf nach dem Sex besonders tief und erholsam ist und der Streßpegel sinkt. Vor allem Männer werden nach dem Orgasmus schnell schläfrig und brauchen eine Pause. Bei Frauen dauert es trotz des Kuschelhormons Oxytocin ein wenig länger, bis sie müde werden, doch auch sie profitieren von der positiven Wirkung des Sex.

Gut gegen Bluthochdruck und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

Sex ist auch ein ideales Mittel, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorzubeugen, den Blutdruck auf einem gesunden Pegel zu halten und damit das Risiko zu senken, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Dies klingt zunächst ein wenig paradox, denn während des Geschlechtsverkehrs rast das Herz und der Atem geht schneller. Doch genau dies ist das beste Training für den Kreislauf. Wie US-amerikanische Studien zudem zeigen, reichen bei Frauen schon Streicheleinheiten und Kuscheln, um die Konzentration des Hormons Cortisol im Körper zu senken. Dieses Hormon ist als Stresshormon bekannt. Durch die geringe Konzentration wird der Blutdruck der Frauen niedrig gehalten.

Geringeres Risiko für Herzinfarkt

Zudem wird Oxytocin ausgeschüttet, das sogenannte Kuschelhormon. Studien aus Großbritannien zeigen zudem, daß das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden für Männer, die sexuell aktiv sind, deutlich geringer ist. Dank des gestärkten Herz-Kreislaufsystems wird auch die Kondition gesteigert, ohne daß man sich die Laufschuhe anziehen oder aufs Fahrrad steigen muß. So kann man die Trainingseinheit sehr gut ins Bett verlegen, wenn draußen schlechtes Wetter herrscht und man nicht vor die Tür will.

Geschlechtsverkehr ist gut gegen Schmerzen

Auch gegen Schmerzen hilft Sex, vor allem gegen Kopfweh und Migräne. Auch wenn wohl den wenigsten Menschen der Sinn nach Sex steht, wenn sie Kopfweh oder gar haben, sollten sie es einmal ausprobieren, denn beim Sex und dem Orgasmus werden Endorphine ausgeschüttet, welche das Schmerzempfinden deutlich reduzieren können. Französische Forscher, die im Rahmen einer Studie ihre Probandinnen während des Geschlechtsverkehrs mit einer Nadel piekten, kamen zu dem Schluß, daß das Schmerzempfinden während und nach dem Sex um bis zu 70 Prozent sank. Wissenschaftler der Universität Yale fanden heraus, daß auch Regelschmerzen schwächer werden, wenn man öfter Sex hat.

Orthopädische Vorteile

Und auch der Orthopäde sollte Sex verschreiben, wenn jemand Rückenprobleme hat. Denn Sex ist die ideale Gymnastik für das Becken, da sich bei den intensiven Bewegungen positiv auf die einzelnen Muskelgruppen im unteren Rücken auswirken und diese lockern. Auch der Orgasmus ist ein Segen für die unteren Rückenmuskeln. Auf diese Weise wird das Rückgrat flexibler sowie die allgemeine Haltung sowie die Beweglichkeit verbessert. Häufige Orgasmen schützen zudem vor einer altersbedingten Schwächung der Blase, da die Kontraktionen jedes einzelnen Orgasmus die Muskulatur des Beckenbodens intensiv trainieren.

Einfach schlank mit Sex

Auch gegen Übergewicht hilft regelmäßiger Geschlechtsverkehr. Denn einerseits ist Sex je nach gewählter Stellung ein echter Kalorienkiller. Je aktiver man bei Sex ist, umso mehr Kalorien werden verbrannt. Und schon bei der klassischen Missionarsstellung verbrennt der Körper bis zu 40 Kalorien. Zudem werden zahlreiche Muskelgruppen trainiert. Ein weiterer Effekt des Geschlechtsverkehrs beim Abnehmen ist die Ausschüttung von Glückshormonen. Denn wer keinen Sex hat und eine Ausschüttung von Glückshormonen braucht, erhält diese durch den Konsum von Schokolade. Und die macht bekanntlich dick. Werden die Glückshormone beim Sex ausgeschüttet, entfällt der Griff zur Schokolade und man bleibt schlank. Wer für Sex Viagra einnimmt, profitiert zudem von einem Effekt, der kürzlich entdeckt wurde. Demnach soll Viagra bei der Fettverbrennung helfen.

Sex ist ein wahrer Jungbrunnen

Und nicht zuletzt läßt Sex die Menschen auch gesund, schön und jung aussehen. Nicht nur, daß man nach einem Orgasmus die ganze Welt umarmen möchte und einfach gute Laune ausstrahlt. Einer Studie zufolge, die an der Universität Edinburgh in Schottland durchgeführt wurde, sehen Menschen, die regelmäßig zu einem Stelldichein zwischen die Laken schlüpfen, einige Jahre jünger aus als sie tatsächlich sind. Sieben bis zehn Jahre jünger, um genau zu sein. Die Konzentration der Streßhormone wird gesenkt und die Aufnahme von Vitalstoffen verbessert, was die Haut straffer macht und die Haare verschönert.

Östrogen verlangsamt den Alterungsprozeß der Zellen und verschiebt die Menopause

Frauen profitieren zudem von einem positiven Effekt des weiblichen Sexualhormons Östrogen, das beim Sex vermehrt produziert wird. Dieses Hormon verlangsamt den Alterungsprozeß, den die Zellen unterliegen. Zudem verzögert es die Menopause. Apropos Hormonspiegel. Dieser wird durch regelmäßigen Sex gehörig angeregt. Dadurch wird auch die Lust auf Sex gesteigert, so daß man öfter zwischen die Laken hüpfen möchte. Auf diese Weise wird der Sex zu einem unerschöpflichen Jungbrunnen, der die Menschen gesund und schön erhält.